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Mobile Recruiting – es ist bereits viel zu spät!

15. Juli 2013

The Mobile Candidate Experience – It’s already too late

So titelte am vergangenen Mittwoch das bekannte Employer-Branding- bzw. Recruiting-Portal ERE.net, und bezog sich damit auf die weit reichenden Folgen für unser Geschäft, die eine aktuelle Änderung am Google-Suchalgorithms auslöst.

Am 11. Juni 2013 kündigte der beinahe Suchmaschinen-Monopolist an, alle Seiten „abzustrafen“, die nicht mobil optimiert sind. Das bedeutet konkret, dass manche Seiten entweder ein schlechteres Ranking kassieren, sprich u.U. nicht mehr auf der bzw. den ersten Trefferseiten zu finden sind, oder aber ganz aus den Suchergebnissen fliegen. Dies betrifft logischerweise nur die mobile Google-Suche.

Google ändert mobilen Suchalgorithmus (Bild: TheDigitalBus.com)

Google ändert mobilen Suchalgorithmus (Bild: TheDigitalBus.com)

Für uns als Arbeitgeber-Marketeers hat diese Ankündigung zwei Ebenen – die eine ist dabei nicht unwichtiger als die andere: Zum einen sind davon unsere Karriere-Websites an sich betroffen. Zum anderen aber eben auch unsere ATS/eRecruiting-Systeme.

In einer Welt, in der dieses bzw. spätestens kommendes Jahr die Smartphone- und Tablet-Verkäufe die der Desktop-PCs übertreffen werden (Quelle), in der rund 86 Prozent aller Jobsucher sich vorstellen können, mobil nach offenen Stellen zu suchen und in der bereits 20 Prozent aller Job-Suchen (Desktop wie mobil!) via Google auf mobilen Endgeräten ausgeführt werden, muss uns diese Ankündigung in höchste Alarmbereitschaft versetzen.

Die Warnlampe leuchtet noch mehr, wenn wir uns – wie es der ERE.net-Artikel auch tut – einige Daten zur Meta-Jobsuchmaschine indeed.com ansehen, die vor kurzem ihre deutsche Niederlassung gleich neben den KollegInnen von stepstone.de eröffnet hat.

Indeed.com kommt monatlich auf rund 3 Milliarden (!) Suchanfragen bei rund 100 Millionen eindeutigen Besuchern. Ein Drittel dieser Anfragen, also eine ganze Milliarde, geschieht via mobile devices. Bisher schlagen diese Anfragen also direkt auf den jeweiligen Stellenmärkten der Unternehmen auf – sofern diese nicht auf Flash setzen …

Mit der eben genannten Google-Anpassung ist es jedoch allein mit einem Switch von Flash zu HTML nicht mehr getan. Denn ist der HTML-Stellenmarkt nicht mobile-fähig, ist Google das schöne HTML ziemlich schnuppe und wertet u.U. das nicht mobil-optimierte Stellen-Posting ab.

Was also tun?! Im Endeffekt ist die Antwort darauf ziemlich leicht: Get mobile ready!! Die Art und Weise wie man mobil auftreten möchte, kann hierbei variieren, und ist stets je nach individueller Situation/Kontext zu betrachten. Grundsätzlich gibt es auf der Content-Ebene der Karriere-Webseiten drei Möglichkeiten:

  • Responsive Webdesign
  • Adaptive Webdesign
  • m.arbeitgeberXYZ.com

Falls jetzt einer ganz laut „App“ schreit: Zwar kann man seinen Arbeitgeber-Content auch via App darstellen, nur leider wird das ja nicht von Google durchsucht. Insofern fliegt diese Möglichkeit heraus – selbiges gilt auch für den Stellenmarkt als App.

Alle drei Lösungen haben ihre Vor- und Nachteile. Während ich bei responsive agierenden Websites mit der Pflege des Desktop-Contents gleichzeitig auch den mobilen Content pflege, bin ich beim adaptiven Design angehalten, mir immer genau zu überlegen, welchen Content ich mobil bereitstellen möchte und welchen nicht. Beiden Varianten ist gemein, dass man bei jedem Inhalt immer daran denken muss, dass dieser auch mobil funktioniert. Gerade im responsive Webdesign stellt einen das hin und wieder vor (Kosten-)Probleme. Die m.-Lösung ist klein und fein, aber in der Regel nicht so schnieke wie die beiden anderen. Und möchte ich Kandidaten stets redirecten, wenn diese auf den Karriere-Button klicken? Es gibt für alle drei Optionen noch weit mehr Vor- und Nachteile, die es aufzuzählen gäbe. Letztlich kommt es tatsächlich darauf an, welcher Philosophie man folgen möchte bzw. wie die eigene Karriere-Website eingebettet ist (Stand-alone oder Teil der Corporate Page?).

Betrachten wir aber nun die Stellenmarkt-Ebene. Wähnten sich bisher KMUs, die ihre Stellen als schlichte PDFs auf einen Inhaltsseite der Karriere-Page darstellten, im Vorteil, könnte sich dies ganz schnell ändern, sofern diese Subpage nicht mobil optimiert ist. Endlich (?!) im Vorteil könnten dagegen größere Unternehmen bzw. Konzerne sein, die mit den gängigen ATS arbeiten. Sind diese erstmal ins Reich der Mobilität verfrachtete (Beispiele siehe hier), wird sich der Google-Algorithmus freuen.

Die alles entscheidende Frage ist nur: Wie lange brauchen wir bzw. jeder einzelne, um den mobilen Schalter in seiner ganzen Vielfalt umzulegen? Fakt ist, wer jetzt noch nicht in „Richtung Mobile“ unterwegs ist, dem brechen irgendwann die Visits weg. Grund genug, dies mal dem eigenen Management mitzuteilen …

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