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Mobile Recruiting – Was es beinhaltet

22. April 2013

Das Thema „Mobile Recruiting“ bekam in den vergangenen Wochen nicht nur aufgrund der kürzlich veröffentlichen „Mobile Recruiting Studie 2013“ der geschätzten atenta-Kollegen einiges an Aufmerksamkeit. Schon zuvor wurde auf etlichen Kongressen, Studien (z.B. von Prof. Jäger) und Fachvorträgen Best Practices geteilt, Umfrage-Ergebnisse vorgestellt und über die Notwendigkeit einer schnellstmöglichen Implementierung diskutiert („Warum mobile, wenn die Zielgruppen nicht mal unsere Facebook-Karriere-Fanpage als adäquate Informationsquelle heranziehen?“).

Auch auf dem im vergangenen Februar abgehaltenen HR Bar Camp gab es dazu eine Session, gehalten von Lutz Leichsenring, Geschäftsführer von Young Targets. Er stellte dabei – wenn ich mich recht entsinne – eine App für das Telekommunikations-Unternehmen 1&1 vor, die eine Mischung aus Rätselspiel und Schnitzeljagd mit integrierter Recruiting-Funktion für die Zielgruppe „IT“ darstellte. Wer die Rätsel gelöst hat, durfte an einem BBQ mit 1&1-Entwicklern teilnehmen und konnte sich so entspannt über den Arbeitgeber 1&1 informieren.

Eine wirklich schöne Idee wie ich finde. Keine Frage. Nur hat dies mit meinem Verständnis von „Mobile Recruiting“ nur bedingt etwas zu tun. Ja, es ist eine App (und damit „irgendwie mobile“). Ja, es wurde dadurch rekrutiert. Nein, das ist (noch) kein umfassendes „Mobile Recruiting“.

Aspekte des Mobile Recruitings (eigene Darstellung)

Aspekte des Mobile Recruitings (eigene Darstellung) – Klicken, um Grafik zu vergrößern!

Grundsätzlich unterteilt sich Mobile Recruiting für mich in drei (bzw. vier) Prozess-Abschnitte:

  • Die mobile Jobsuche
  • Die mobile Bewerbung
  • Das mobile Requisition & Candidate Management (Recruiter/Hiring Manager).

Für die ersten beiden Bereiche gibt es heute bereits zahlreiche Beispiele der gelungenen Umsetzung, siehe z.B. SAP oder Swisscom. Hier stellt sich für mich auch nicht die Frage, „App oder mobile Website“. Ich bin 100%ig davon überzeugt, dass Bewerber letzteres von uns erwarten. Apps waren so lange sinnvoll, wie sie als „einsame Inseln“ in den App Stores herausstachen und somit eine gewisse Aufmerksamkeit generierten. Es widerspricht aber dem normalen Nutzerverhalten, sich pro Unternehmen eine eigene Karriere-/Bewerbungs-App herunterzuladen.

Spannender wird diese Frage, wenn wir uns dem mobilen Requisition- und Kandidaten-Management widmen. Hier geht es um sensible Daten. Es ist also eine Art „abgesperrter Bereich“ nötig, innerhalb dessen man sowohl jobs postings als auch die eingehenden Bewerbungen verwalten und sich als Recruiter mit dem Hiring Manager austauschen kann. Eine App wäre hier sicherlich eine weitaus sinnvollere Lösung als in der „Frontend-Anwendung“. Siehe dazu etwa den Vorschlag seitens SuccessFactors.

Ohne nochmals auf die Inhalte der Grafik einzugehen, verdeutlich sie doch eines: Mobile Recruiting ist für mich die Übertragung des klassischen stationären Desktop-Recruitings mit all seinen Facetten auf jegliche Art von mobilen Endgeräten.

Ein solcher Transfer kommt sicherlich nicht für jedes Unternehmen in Frage – so wie auch schon der Einsatz von eRecruiting-Systemen nicht überall Sinn gemacht hat und/oder immer noch nicht macht. Auch darüber brauchen wir nicht zu sprechen. Gerade für diese Unternehmen machen dann wiederum die angesprochenen Apps á la 1&1 Sinn. Konzerne jedoch sollten zunächst sicherstellen, dass deren Desktop-ATS einen sinnvollen Weg auf die mobilen Endgeräte ihrer Zielgruppen finden. „Mein“ Konzern eingeschlossen ;-)

7 Kommentare leave one →
  1. Christina Kraus permalink
    10. Mai 2013 10:55 am

    Hallo. Interessanter Artikel!
    Zum Thema habe ich auch hier http://www.bridge-imp.de/blog-artikel/items/employer-branding-massnahmen.html einen interessanten Blogartikel gefunden. Durch den drohenden Fachkräftemangel in manchen Branchen wird es ja immer wichtiger für Firman sich als Wunscharbeitgeber zu positionieren. Dazu ist auch ein aktives Employer Branding wichtig!

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